Understanding and breaking the intergenerational cycle of abuse in families enrolled in routine mental health and welfare service (UBICA II)

Aufbauend auf den Ergebnissen der erste Projektphase hat UBICA II zum Ziel, den Teufels-kreis der transgenerationalen Weitergabe von Missbrauch und Misshandlung durch die gezielte Förderung elterlicher Kompetenzen zu durchbrechen. 

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Understanding and breaking the intergenerational cycle of abuse in families enrolled in routine mental health and welfare service (UBICA II)

Auch UBICA-II wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für den Zeitraum 2018 – 2021 finanziert. An UBICA II sind neben der Charité das Universitätsklinikum Heidelberg sowie die Uniklinik der RWTH beteiligt, die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Sabine C. Herpertz von der Klinik für Allgemeine Psychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg. Die Charité ist im UBICA II -Projekt mit zwei Kliniken – der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (CCM) und der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters – vertreten. 

Im Projekt UBICA-II sind zwei Effektivitätsstudien geplant, die unter für die klinische Praxis möglichst realistischen Bedingungen durchgeführt werden sollen. Zielgruppe beider Projekte sind Eltern mit psychischen Erkrankungen und Missbrauchs-/ Misshandlungserfahrung in der eigenen Kindheit.

Im Rahmen des vom Klinikum Aachen durchgeführten Teilprojektes sollen Mitarbeiter der Jugendhilfe (Frühe Hilfen) darin geschult werden, psychische Störungen von Eltern und Missbrauchs-/Misshandlungsgefahr besser zu erkennen. In einer von der Charité und vom Universitätsklinikum Heidelberg gemeinsam durchgeführten randomisiert-kontrollierten Studie wird Eltern, die an psychischen Erkrankungen leiden und sich deshalb in stationärer Behandlung befinden, im Rahmen der Klinikroutine ein Elterntraining angeboten. Wir erwarten, dass 50 % der Eltern selbst eine Geschichte von Missbrauch/Misshandlung in der Kindheit erlebt haben. Das Elterntraining beruht auf der Mentalisierungsbasierten Therapie (MBT), zielt also darauf ab, die elterliche Fähigkeit zur Mentalisierung zu verbessern. Damit nimmt das Elterntraining psychische Prozesse in den Blick, die im Vorgängerprojekt UBICA als zentrale Mechanismen der intergenerationalen Weitergabe von Misshandlung/Missbrauch identifiziert wurden.  Überprüft werden soll die Effektivität des Elterntrainings anhand der erzieherischen Fertigkeiten der Eltern sowie anhand der Lebensqualität und psychopathologischen Belastung der Kinder.

Um Effektivität und Wirkweise der Intervention zu untersuchen, werden bei Eltern und Kindern psychologische und biologische Parameter erhoben, insbesondere werden bei Eltern und Kindern soziale Kognition, Empathie und bio-behaviorale Synchronizität in der Eltern-Kind-Interaktion getestet.