Children of Mentally Ill Parents (CHIMPs)

Implementierung und Evaluation eines familienbasierten Interventionsprogrammes für Kinder und Jugendliche psychisch kranker Eltern.

In Deutschland leben ca. 3 Millionen Kinder und Jugendliche psychisch kranker Eltern, die als Hochrisikogruppe für die Entwicklung eigener psychischer Erkrankungen bekannt sind.

 

 

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Children of Mentally Ill Parents (CHIMPs) - Implementierung und Evaluation eines familienbasierten Interventionsprogrammes für Kinder und Jugendliche psychisch kranker Eltern

Familienorientierte Interventionen erscheinen nach Bedarfsermittlungen in der internationalen Literatur am sinnvollsten, da sie den Ängsten der Eltern wirksam begegnen und auf der Grundlage einer vertrauensvollen Beziehung zu den Eltern späteren Auffälligkeiten der Kinder präventiv begegnen. Zudem können bereits auffällige Kinder einer frühzeitigen Intervention und Frühbehandlung zugeführt werden.

Das zentrale Ziel dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes (Förderzeitraum: 2014-2018) besteht darin, die manualisierte Familienintervention CHIMPs für Kinder und Jugendliche (Alter: 3-18 Jahre) psychisch kranker Eltern an den beteiligten sieben Zentren in der Routineversorgung zu implementieren. Es handelt sich um eine prospektive, randomisiert-kontrollierte Multicenterstudie. Der Vergleich zwischen Interventions- (CHIMPs) und Kontrollgruppe (TAU = Treatment as usual) erfolgt im prä-post-Design mit Messzeitpunkten zur Baseline sowie nach sechs, 12 und 18 Monaten.
Es wird die Perspektive des erkrankten Elternteils, des Partners und jedes Kindes (3-9 Jahre nur Fremdeinschätzung, ab 10 Jahren zusätzlich Selbstbeurteilung) sowie der Therapeut*innen erfasst.

Die Implementierung der Studie findet in den Zentren Hamburg, Rheingau, Ulm-Günzburg, Leipzig, Gütersloh-Paderborn, Berlin und Winterthur statt. Die Intervention erfolgt nach dem veröffentlichten CHIMPs-Manual und beinhaltet 8 themenbezogene Sitzungen (Familienvorgespräch, zwei Elterngespräche, ein Gespräch mit jedem Kind, drei Familiengespräche) über einen Zeitraum von 6 Monaten. Die Sitzungen sind semistrukturiert und behandeln die Themen elterliche Erkrankung und Krankheitsbewältigung, psychische Gesundheit und Lebensqualität der Kinder, Familienbeziehungen und soziale Unterstützung.

Verbundkoordinatorin: Prof. Wiegand-Grefe